Teil 3: Der erfolgreiche Sprachkurs – Kursplanung und Ziele

22. Jul. 2014
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Sie haben eine geeignete Sprachschule gefunden und auch einen passenden Sprachkurs? Let’s talk – sprechen Sie über die konkrete Planung und Durchführung ihres Sprachkurses. Im dritten Teil unserer Serie möchten wir Ihnen Tipps an die Hand geben, wie sie die konkreten Kursinhalte, ihre Sprachkursziele und den inhaltlichen Ablauf nach Ihren Wünschen gestalten.

 

Tipp 8: Ziele gemeinsam klären und bestimmen

Es mag unterschiedliche Sprachkurse geben. Sie haben zum Beispiel einen Gruppenkurs oder ein Intensiv-Einzeltraining gewählt. Beide aber sollten eines haben: Ein klares Ziel! Und dieses Ziel sollten sie entweder bestimmen (bei Einzelkursen) oder mitbestimmen (bei Gruppenkursen); mindestens aber sollten Sie nach den Zielen fragen.
Wählen Sie realistische Ziele. Machen Sie sich also Gedanken darüber, wie viel Zeit Sie außerhalb des Kurses auf das Lernen verwenden können oder wollen. Unrealistische Ziele sind im Zweifel frustrierend. Je konkreter Ihre Ziele beim Spracherwerb sind, desto höher die Chance, sie erreichen zu können.

Beispiele für derart konkrete Kursziele sind:

  • Ich kann im Wochenmeeting meine Arbeitsergebnisse präsentieren und Fragen beantworten.
  • Ich kann Kunden am Telefon verstehen und zu unseren Produkten beraten.
  • Ich kann meine beruflichen E-Mails verstehen und fehlerlos beantworten.

 

Solche konkreten Lernziele helfen Ihnen und Ihrem Sprachlehrer dabei, den Unterricht genau auf Ihren Bedarf abzustimmen und den erreichten Stand zu überprüfen. Und auch wichtig: Lassen Sie Platz für aktuelle Themen und für neue Ziele, die Sie erst im Laufe der Zeit erkennen.

 

Tipp 9: Die richtige Methode – ist die, die Ihnen weiterhilft

Ein Sprachlehrer sollte nach kurzer Zeit und Absprache mit Ihnen merken, welche Methoden Ihnen liegen und Sie zum Ziel führen. Der eine muss viel sprechen, ein anderer lernt schneller und effektiver, wenn er Sachen schreibt und sich die Worte auf diese Weise einprägt. Oder vielleicht brauchen Sie oft Wiederholungen, um sich Dinge zu merken. Auch hier gilt: Der Sprachlehrer sollte den Lernenden geeignete Methoden und Materialien anbieten, nicht vorschreiben.

Im Folgenden einige Beispiele für erfolgreiche Methoden im Fremdsprachenunterricht:

  • viel sprechen und nachsprechen, am Anfang mit Hilfe von fertigen Satzteilen oder Sätzen
  • viele Hörübungen und Bilder verwenden, möglichst mit authentischen Inhalten
  • längere schriftliche Übungen nicht im Unterricht machen
  • neue Grammatik in einem Text oder Dialog gemeinsam finden und die Regeln formulieren
  • neue Wörter sofort mit Beispielen benutzen und aufschreiben
  • am Ende einer Einheit gelernte Grammatik zusammenfassen
  • neue Inhalte am Ende des Unterrichts aktiv in einem Gespräch anwenden
  • Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen und vertiefen

 

Ein guter Sprachkurs bietet also viele personalisierte Inhalte und passende Methoden. Je mehr der Sprachlehrer sich auf Ihre Bedürfnisse einstellt, desto schneller kommen Sie zum Ziel! Und wenn der Sprachtrainer einen anderen Weg für besser hält, sollte er Sie einbeziehen und auch sagen können, warum dieser Weg besser zum Ziel führt.

Auch hier gilt: Sprechen ist Gold. Teilen Sie ihrem Sprachlehrer also mit, wie Sie lernen wollen und aus welchen Gründen sie bestimmte Methoden vorziehen. Es liegt dann am Sprachlehrer, ein dafür geeignetes Konzept zu erarbeiten, um Ihre Ziele zu erreichen.

 

Tipp 10: Die richtige Lernatmosphäre – entsteht durch Transparenz!

Insgesamt gilt: Ein guter Sprachlehrer bietet Ihnen Möglichkeiten des Lernens. Er nimmt auf, wenn Sie sagen „Sorry, aber für das geplante Grammatik-Pauken bin ich heute zu müde“. Dann findet er eben eine andere Möglichkeit, zieht zum Beispiel ein anderes Thema vor, das für einen müden Tag besser geeignet ist. Soviel Spontaneität muss sein – vor allem bei Einzelkursen.

Und: Ein guter Sprachlehrer macht den Sprachkurs und seine Entscheidungen transparent, er sagt vor dem Unterricht, was sein Lernziel ist; er bindet Sie ein, gleicht seine Ziele mit Ihren Zielen ab und möchte von Ihnen immer wieder ein Feedback hören.
 
Einen guten Sprachkurs macht in erster Linie die zwanglose Kommunikation zwischen zwei Erwachsenen aus – es besteht kein klassisches Schüler-Lehrer-Verhältnis. Wenn diese Chemie stimmt, dann entsteht eine vertrauensvolle Lernatmosphäre, die nötig ist, um Ihre Ziele zu erreichen. Und es ergeben sich interessante Gespräche. Und das ist das A und O eines zielgerichteten Sprachkurses.

 

Wie geht’s weiter? – Mit einer exemplarischen Unterrichtseinheit

Mit den Zielen, der Methode und der passenden Lernatmosphäre sind wir schon inmitten des Sprachkurses angelangt. In der nächsten Folge wird es noch konkreter – denn da geben wir Ihnen anhand von Beispielen einen konkreten Einblick, wie gelungene, zielgerichtete Unterrichtseinheiten aussehen könnten. Bis dahin wünschen wir Ihnen beim Suchen und beim Lernen viel Erfolg.

Haben Sie Fragen zu diesem Teil unserer Serie? Rufen Sie uns oder mailen Sie uns. Wir beraten Sie gerne!

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