Theodor Gebre Selassie überspringt die Sprachbarriere
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Bislang hatte man sich mit dem Werder-Profi doch überwiegend auf Englisch verständigt, weil Deutsch auf der einen und Tschechisch auf der anderen Seite noch nicht gesprächstauglich waren. Aber die eine Seite, sprich der Fußballer aus Tschechien, war fleißig. Sehr fleißig sogar.

In bemerkenswert gutem Deutsch wirkt Gebre Selassie plötzlich viel lockerer, viel mitteilungsfreudiger, viel offensiver. Das passt zu seiner Entwicklung auf dem Platz: Werder erlebt gerade den neuen Theo, der heute gegen Hoffenheim als Ersatz des gesperrten Mittelfeldspielers Zlatko Junuzovic ganz wichtig ist.

(…) Doch Gebre Selassie wurde den Vorschusslorbeeren nur selten gerecht. „Mein Start in Bremen war nicht optimal“, erinnert sich der Tscheche mit äthiopischen Wurzeln: „Ich kam in eine neue Stadt, keiner sprach meine Sprache. Ich fühlte mich allein.“ Es soll nicht als Ausrede klingen. Aber jetzt, wo er so gut Deutsch spricht, wird ihm selbst erst bewusst, wie sehr ihn die Sprachbarriere blockiert hat:

„Wenn plötzlich in der Kabine alle lachen, weil einer einen Witz gemacht hat, und du hast nichts verstanden, dann ist das nicht schön.“

Aber das ist vorbei. Jetzt witzelt Gebre Selassie mit. „Ich fühle mich viel besser, mir geht es gut“, sagt er und strahlt wie selten zuvor in solchen Runden. Das Lob für sein gutes Deutsch nimmt er allerdings nur zurückhaltend an: „Ich bin ja schon seit zwei Jahren hier.“ Aber er musste auch bei Null anfangen. In der Schule hatte er sich für Englisch und gegen Deutsch entschieden. So wurde jetzt in Bremen ordentlich gebüffelt – zwei Mal die Woche jeweils 90 Minuten.

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