“Ich mag es, Deutsch zu lernen.” – Luca Caldirola vom SV Werder Bremen im Interview
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Nach einem Jahr in Bremen: Wie beurteilen Sie selbst Ihr Deutsch?

Luca Caldirola: Es geht inzwischen ganz gut. Aber es ist schwer, besonders die Grammatik. Man hat so viele Formen. Dativ, Genitiv, Akkusativ – da ständig zu wechseln, ist echt nicht einfach.

Wie oft haben Sie Unterricht pro Woche?

Caldirola: Zwei oder drei Mal.

Und sind Sie auch immer da?

Caldirola: Ja, natürlich. Ich mag es, Deutsch zu lernen.

Welche Wörter bereiten noch Probleme?

Caldirola: Oh, einige. ,Wahrscheinlich‘ ist zum Beispiel ein schweres Wort für mich. Je länger die Wörter sind, umso schwieriger werden sie. Oder ,experience‘.

Erfahrung.

Caldirola: Ja, genau. Das muss ich mir auch besser merken.

Haben Sie ein deutsches Lieblingswort?

Caldirola: Tor! (lacht). Aber die anderen Fußballbegriffe kann ich auch schon alle.

Viele ausländische Profis beschränken sich auf die nötigsten deutschen Begriffe. Woher kommt Ihr Ehrgeiz, so schnell und so viel wie möglich lernen zu wollen?

Caldirola: Sprachen machen mir einfach Spaß. Und ich glaube, ich habe ein gewisses Talent dafür. Egal, ob Deutsch, Englisch oder Spanisch. Mein Englisch ist auch ganz in Ordnung – und Spanisch lerne ich ein bisschen durch Santi (Santiago Garcia, Anm. d. Red.), Franco (Di Santo) und Alex (Alejandro Galvez). Die Sprache ähnelt dem Italienischen, deshalb ist sie nicht so schwer wie Deutsch. Die Sprache in dem Land, in dem ich lebe, zu können, ist für mich sehr wichtig. Um auf dem Platz kommunizieren zu können – aber auch im normalen Leben, zum Beispiel im Supermarkt.

Lernt Ihre Freundin Marija auch so fleißig Deutsch?

Caldirola: Ja, aber nicht mit mir zusammen. Sie ist in einer Schule, hat vier, fünf Mal pro Woche Unterricht. Momentan spreche ich noch etwas besser, weil ich hier jeden Tag Deutsch rede.

Wie wohl fühlen Sie sich in Bremen?

Caldirola: Sehr wohl. Ich mag die Ruhe in der Stadt, gehe gerne mal ins Zentrum, in Cafes. Und ein gutes italienisches Restaurant habe ich auch gefunden. Da bin ich gerne und oft. Bremen ist schon so etwas wie meine zweite Heimat geworden.

Vermissen Sie manchmal Ihre richtige Heimat Italien?

Caldirola: Nein, gar nicht. Bis auf die Familie, die ich aber besuche, wenn ich mal ein, zwei Tage Zeit habe.

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Luca Caldirola lernt seit August 2013 Deutsch mit Unterstützung von BeSpoken.