Die etwas anderen 90 Minuten – Fußballer lernen Deutsch
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Nach dem 3:2-Sieg gegen Hannover, ist vor dem Spiel gegen Schalke. Nach einem trainingsfreien Tag am heutigen Dienstag geht es für die Profis am Mittwoch wieder auf den Rasen. Zwei Werderaner hingegen kommen derzeit auch abseits des Platzes ins Schwitzen. WERDER.DE besuchte Santiago Garcia und Franco Di Santo beim Deutschunterricht. Und ganz ohne Ball geht es auch dabei nicht: Fußballspielend lernen die beiden Begriffe, wie „Hacke”, „Spitze” oder „Innenriss”.

Arne Kops heißt der Deutschlehrer der beiden Argentinier. Und er ist nicht zum munteren Kick vorbeigekommen, sondern zum Pauken. Obwohl sie der Sprachtrainer fordert, haben Santiago Garcia, Franco Di Santo und ihr Lehrer beim lockeren Vokabel-Lernen viel zu Lachen. Noch hallen zwei Sprachen durch die Wohnung von Santiago Garcia. Immer, wenn das Spanisch überhandnimmt, hebt Arne Kops kurz die Stimme und spricht demonstrativ auf Deutsch weiter. Mit Erfolg: die einzelnen Teile des Fußes können die beiden Argentinier inzwischen unterscheiden.

Nach der Lerneinheit mit dem Lederball setzen die Werder-Profis ihre Arbeit am Wohnzimmertisch fort.

Dort liegen schon Stifte und Vokabelhefte bereit. Und die sind bereits gut gefüllt. Arne Kops muss trotzdem kurz eingreifen, um eine geeignete Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Denn auf dem Tisch haben Santiago Garcia und seine Freundin Carla Gebäck und Getränke bereitgestellt. „Hier sieht`s ja aus wie bei einem Kindergeburtstag! Da müssen wir erst ein bisschen Platz schaffen”, kommentiert Arne Kops die Dekoration schmunzelnd. Dann konzentrieren sich die drei wieder aufs Wesentliche – mit kleinen Ausnahmen, natürlich.

Schon steht der nächste Themenkomplex an: Satzkonstruktionen. Wahrscheinlich schaudert es den Werder-Profis schon beim Hören dieses Wortes.

Obwohl sich das Deutsch so viele Vorwürfe gefallen lassen muss, stellen sich Werders Argentinier der Herausforderung tapfer. Erst seit ein paar Wochen nehmen Franco Di Santo und Santiago Garcia Sprachunterricht. Die wichtigsten Sätze haben sie aber schon intus. Wohl jedem Fan hüpft vor Vorfreude das Werder-Herz, wenn Franco Di Santo sagt: „Ich schieße sehr gerne Tore.” Lachend gibt Arne Kops Praxistipps: „Den Satz kannst du in jedem Interview benutzen, der kommt immer gut.”

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